filmclub münster  
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Der filmclub münster wurde bereits am 11. Juni 1948 als Filmclub der britischen Besatzungszone gegründet. Damit ist er der älteste noch existierende Filmclub Deutschlands! Die Ziele der Gründer waren, im Nachkriegsdeutschland ein Verständnis für „Film“ als eigenständiges Kunstwerk zu wecken und den Grundstein für ein neues politisches wie kulturelles Bewusstsein zu legen.

Nachdem Studenten einstweilen das Abspiel der Filme übernommen hatten, wurden danach die Volkshochschule und der Westfälische Kunstverein Träger des Filmclubs. 1995 übernahm die Filmwerkstatt zusammen mit den Münsterschen Filmtheaterbetrieben im Rahmen einer Umstrukturierung die Leitung des filmclubs münster. Weitere Träger sind die Volkshochschule Münster und der Westfälische Kunstverein.

Aktuelle Informationen im Programmheft oder in der KINOaktuell.

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Kartenvorverkauf:
Schloßtheater
Melchersstraße 81 / Kanonierplatz
48149 Münster
fon: 0 251—225 79
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„Der Körper des Autoren“
Eine subjektive Reise in die Geschichte des Dokumentarfilms, zusammengestellt von Klaus Wildenhahn, verbunden mit persönlichen Texten, von ihm live vorgetragen.

Es gibt ein paar Texte über Film, die mich in den letzten 2 Jahren angeregt haben; daraus resultierten Notizen auf unübersichtlich verstreuten Blättern, Gespräche mit aufmerksamen Menschen, und Texte über Film. Das flog vorbei und irgendwann war dabei die Idee, einige der Filme sich anzusehen, der Dokumentarfilme. Teilweise kannte ich sie, wollte sie wiedersehen, einige kannte ich nicht. Die Texte hatten mich hochgradig neugierig gemacht. So wie Texte das können. Ich habe an ihnen gesaugt; das wäre nicht falsch zu sagen.

Also möchte ich es probieren; eine Anordnung von Vorführungen, die nur teilweise historisch ist, eher der Versuch die Filme und ihre Autoren räumlich nebeneinander zu betrachten. Der illusionäre Raum soll durch Wortbeiträge hergestellt werden, das ist die Absicht: meine und durch von mir ausgesuchte Zitate aus den erwähnten Texten. Vielleicht eine Demonstration wie tiefliegende Besessenheiten zum Ausdruck drängen, konditioniert durch zeitgemässe Technologie und durch ein zeitgemässes Klima von Dringlichkeiten.

Der Filmmacher, der Autor hat seine eigene Befindlichkeit, seine narzisstischen und historischen Wunden und Freuden. Diese erheben ihre Stimme; und so etwas wie der Drang zur Verallgemeinerung bringen ihn dazu, andere Stimmen zu sammeln, meine ich, Dutzende. Damit sind nicht nur Worte gemeint, sondern auch Gesten, Bewegungsabläufe, Musiken, Geräusche – alles wird eingesammelt, lagert und dialogisiert mit den eigenen Stimmen im Kopf/Körper des Autoren: Widerstreit und Innendruck. Das verlangt nach Formulierung. Mit Glück und irgendwie ergatterter Finanzierung gelingt das manchmal: ein Produkt entsteht. So komme ich zu meinem Stichwort, zur ersten Überschrift, die mir einfiel: ‚Der Körper des Autoren‘.

(Klaus Wildenhahn)

 

 

Filme von Klaus Wildenhahn

Mi 07.01. 17:30
„Was tun Pina Bausch und ihre Tänzer in Wuppertal?“
Eine schwermütige Stadt, wenn es regnet. Hier machen Pina Bausch und ihr Ensemble Avantgardetanz. Im April und Mai 1982 fand die Entwicklung des Stückes „Walzer“ statt. Klaus Wildenhahn und Wolfgang Jost filmten während der Proben: Doch Wildenhahn und Jost wollten nicht nur Tanztheater dokumentieren. Sie hatten immer auch ein Auge auf die Umgebung draußen.
BRD 1983, 120 min, Farbe
R+B: Klaus Wildenhahn
K: Wolfgang Jost
S: Petra Arciszewski
P: NDR/WDR
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So 11.01. 15:30
„Was tun Pina Bausch und ihre Tänzer in Wuppertal?“
So 11.01. 17:30
„Smith, James O. — Organist, USA“
Beobachtungen, wie Musik gemacht wird. Von James O. Smith / Orgel, Quentin Warren / Gitarre, Billy Hart / Schlagzeug. Und Bilder von einer Reise. Das Jimmy Smith-Trio auf Tournee durch Europa: 15 Stationen vom 10. November bis 6. Dezember 1965.
BRD 1965, 98 min, s/w
R: Klaus Wildenhahn
B: KW, Herbert Selk, Rudolf Körösi
K: Herbert Selk
P: NDR
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Mi 14.01. 17:30
„Ein Film für Bossak und Leacock“
Der Dokumentarist Wildenhahn porträtiert zwei Pioniere seines Gewerbes, den Polen Jerzy Bossak und den Amerikaner Richard Leacock. Bossak war u.a. Mitbegründer der Gruppe „Kamera“, aus der Regisseure wie Wajda und Polanski hervorgegangen sind. Der Amerikaner Leacock experimentiert mit verschiedenen Aufnahmetechniken und gilt als einer der Begründer des „cinéma vérité“.
BRD 1983/84, 123 min, Farbe
R+B: Klaus Wildenhahn
K: Wolfgang Jost
S: Petra Arciszewski
P: NDR
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Lesungen

So 18.01. 15:30
„Lecture I: Unsicheres Gelände“
darin:
NIGHT MAIL
GB 1936, 24 min, s/w
R: Harry Watt, Basil Wright
M: Benjamin Britten
SPARE TIME
GB 1939, 18 min, s/w
R: Humphrey Jennings
LE SANG DES BÊTES
F 1949, 21 min, s/w
R+B: Georges Franju
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So 18.01. 17:30
„Lecture II: Für eine bessere Zukunft“
darin:
A DIARY FOR TIMOTHY
GB 1944, 39 min, s/w
R: Humphrey Jennings
KISANGANI DIARY
A 1997, 45 min, Farbe
R+B+S: Hubert Sauper
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Mi 21.01. 17:30
„Lecture III“: Vérité! Kein Plot
darin:
LES TAMBOURS D’AVANT: TURU ET BITTI
F 1971, 10 min, Farbe
R: Jean Rouch
LES MAÎTRES FOUS
F 1954, 36 min, Farbe
R+B+K: Jean Rouch
WHAT’S HAPPENING! THE BEATLES IN THE USA
USA 1964, 43 min, s/w
R: Albert & David Maysles
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So 25.01. 16:15
„Lecture IV“: Direct! Public and Private
darin:
WINDOW WATER BABY MOVING
USA 1958, 12 min, s/w
R+K+S: Stan Brakhage
GROSSVATER, WO KOMM ICH HER, WO GEH ICH HIN?
D 1992, 36 min, s/w & Farbe
R: Katja Baumgarten
HAPPY MOTHER’S DAY
USA 1963, 30 min, s/w
R: Richard Leacock, Joyce Chopra
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So 25.01. 18:15
„Lecture V“: Der Trost der einfachen Dinge
darin:
MENSCHEN UNTERWEGS
PL 1960, 10 min, s/w
R: Kazimierz Karabasz
TRAINS DE PLAISIR
B 1930, 7 min, s/w
R+K: Henri Storck
SPARE TIME
GB 1939, 18 min, s/w
R: Humphrey Jennings
JAZZ DANCE
USA 1954, 20 min, s/w
R+B: Roger Tilton
K: Richard Leacock
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Download:
Das Programm als PDF [716kb]
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Veranstalter:
Filmwerkstatt Münster & dokumentarfilminitiative
in Zusammenarbeit mit:
filmclub münster, Kölner Filmhaus, Fachochschule Dortmund, IFS Köln
gefördert von:
Filmstiftung NRW, Vertrieb 2, Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW

 

 

filmclub

 
filmclub Logo (Design: David Kluge)

Programm
„Der Körper des Autoren“

 
WINDOW WATER BABY MOVING

WINDOW WATER BABY MOVING

 
A DIARY FOR TIMOTHY

A DIARY FOR TIMOTHY

 
KISANGANI DIARY

KISANGANI DIARY

 
SPARE TIME

SPARE TIME

 
SPARE TIME

SPARE TIME

 
LES MAÎTRES FOUS

LES MAÎTRES FOUS

 
WHAT’S HAPPENING! THE BEATLES IN THE USA

WHAT’S HAPPENING!
THE BEATLES

 
MARIAGES Still

WHAT’S HAPPENING!
THE BEATLES

 
NIGHT MAIL

NIGHT MAIL

 
NIGHT MAIL

NIGHT MAIL

 
KISANGANI DIARY

KISANGANI DIARY

 
Richard Leacock

Richard Leacock

 
Klaus Wildenhahn

Klaus Wildenhahn

 
GROSSVATER, WO KOMM ICH HER, WO GEH ICH HIN?

GROSSVATER, WO KOMM ICH HER, WO GEH ICH HIN?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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